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Fachtagung

Abstract

Mit der Verbreitung des Internets ist die Anzahl der produzierten audiovisuellen Medien regelrecht explodiert. Medienhäuser und Kultureinrichtungen verfügen heute über umfangreiche, aber meist abgeschlossene Archive mit audiovisuellen Inhalten. Gleichzeitig steigt im Internet die Nachfrage nach multimedial aufbereiteten Informationsangeboten. Eine Wiederverwendung dieser oft nicht reproduzierbaren Inhalte ist meist nicht möglich, weil das Archivmaterial nicht durchsuchbar ist, die Rechtslage für die Verwendung nicht definiert ist oder Formate, Protokolle und andere technischen Parameter für eine Neukomposition inkompatibel sind. So kommt es, dass trotz hoher Nachfrage teuer produziertes Material ungenutzt in den Archiven verbleibt, während sich die hohen Produktionskosten für neue Angebote im Internet oft nicht ausreichend amortisieren lassen.

Neueste Forschungsergebnisse bieten hier mehrere Lösungsansätze, um große Multimedia-Archive erschließbar und damit auch monetarisierbar zu machen. Dazu gehören automatische Verfahren der Informationsextraktion, um aus audiovisuellen Materialen Mediafragmente generieren zu können, die anschließend nach Personen, Orten, Ereignissen etc. klassifiziert und mit zusätzlichen maschinenlesbaren Metadaten angereichert werden können. Diese kleinsten Multimedia-Objekte können anschließend mit Informationen zu Lizenzrechten, Preisangaben oder Verweisen auf thematisch ähnliche Inhalte plattformübergreifend angeboten, komponiert und distribuiert werden.

Im Zentrum des ersten Programmtages stehen daher Beiträge aus der Wissenschaft, die um Präsentationen von Vertretern aus der Kultur- und Medienwirtschaft zu anvisierten Verwertungsmöglichkeiten erweitert und diskutiert werden.

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