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Workshop 6

OPEN DATA /
OPEN GOVERNMENT

 

zum Programm

Moderation:

Rainer Thiem, Xinnovations e.V.

 

Mit Impulsen von:

Dr. Matthias Flügge, stellvertr. Leiter des Kompetenzzentrums für eGovernment
am Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS)

Dr. Knud Möller, Berater

Dr. Małgorzata Mochól, Professional Consultant, ]init[ AG

Lorenz Matzat, Datenjournalismusagentur OpenDataCity

Gerd Zechmeister, Research & Development Manager, Semantic Web Company GmbH

 

Abstract

Die Öffnung von Staat und Verwaltung (Open Government) gegenüber der Bevölkerung und der Wirtschaft ist seit einigen Jahren ein weltweites und
nun auch ein deutsches Thema. So will die Bundesregierung bis Anfang 2013 zunächst testweise ein Internet-Portal mit frei zugänglichen Behördendaten von Bund, Ländern und Gemeinden einrichten. Damit folgt das In-nenministerium den Empfehlungen der Studie "Open Government Data Deutschland" des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme. Berlin ist sogar schon einen Schritt weiter. Als erste deutsche Stadt schaltete Berlin im September 2011 das Open-Data-Portal Berlin als Pilotanwendung frei, jetzt, ein Jahr später, stellt der Berliner Senat Mittel für den regulären Betrieb bereit.

Allgemein wird erwartet, dass die Bereitstellung offener Daten zu mehr Transparenz, zu mehr Teilhabe, zu einer intensiveren Zusammenarbeit, zu mehr Innovation und zu einer Stärkung gemeinschaftlicher Belange führen wird. So kann eine Vernetzung dieser Daten über das Internet Anwendern die Möglichkeit eröffnen, Zusammen-
hänge in kurzer Zeit zu verstehen und Daten über Domänen und Organisations-grenzen hinweg, etwa für Auswertungen und Publikationen, zu nutzen. Wo immer dies zulässig ist und mit den datenschutzrechtlichen Vorgaben im Einklang steht, kann durch eine Vernetzung neues Wissen generiert und visualisiert werden. Im Sinne eines gemeinsamen, von allen geteilten Wissens lassen sich so nicht nur Rohdaten der Verwaltung, sondern auch die auf ihnen basierenden Informationen und Werke für jedermann frei zugänglich machen.

Die zur Verfügung gestellten Datenmengen sind insgesamt sehr groß und vielfältig und können nur schwer manuell bearbeitet werden. Für eine computergestützte Verarbeitung ist es notwendig, die Daten in definierten Formaten zur Verfügung zu stellen. Um nicht für jeden einzelnen Bereich eine detaillierte Definition erstellen
zu müssen, bietet sich hier die Verwendung semantischer Technologien an. Semantische Technologien können wesentlich dazu beitragen, dass sich offene Daten durch Weiterbearbeitung, Veredelung und Weiterverbreitung zu einem ökonomischen und partizipativen Schatz entwickeln. Der Workshop "Open Government / Open Data" zieht Bilanz über die bisherigen Aktivitäten und thematisiert, was im Bereich Datenformate, Datenqualität, Datenbeschaffung, Datenschutz, Qualifikation noch zu tun ist. Zielgruppen des Workshop sind Entwickler, Verwaltungsangestellte, Datenjournalisten und Bürger.

Die Ergebnisse münden in eine Studie, die Basis für gemeinsame inhaltliche Weiterentwicklungen des Themas sein soll.