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Impulse

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Dr. Joachim Quantz

ART+COM Studios

User Interfaces zur Ausstellungskuratierung: Nutzerzentrierte Einsatzszenarien und experimentelle Tools/Visualisierungen

Vortrag zur Fachtagung vom 11. Oktober 2016

ART+COM erforscht und entwickelt im vom BMBF geförderten WK Potenzial "Digitale Kuratierungstechnologien - DKT" innovative Verfahren und Tools zu Visualisierung, User Interfaces und Ausstellungskuratierung.

Hierzu werden im Vortrag Zwischenergebnisse in vier Bereichen präsentiert:

  • Anbindung von Tools der Sprach- und Wissenstechnologie
  • Illustration von Einsatzszenarien anhand ausgewählter Projektbeispiele
  • Auswertungsergebnisse nutzerzentrierter Workshops mit Wissensarbeitern
  • Entwürfe für User Interfaces, Visualisierungen und Prozessintegration


Der Vortrag endet mit einer Einschätzung der bisher erreichten Ergebnisse und einem Ausblick auf die geplanten F&E-Arbeiten im zweiten Projektjahr von DKT.

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Demo Session

Im Forschungsprojekt DKT entwickelt ART+COM Tools und User Interfaces für die digitale Kuratierung von Ausstellungsinhalten. Der Screencast zeigt aktuelle UI-Entwürfe für die Online-Recherche von Inhalten, für die Visualisierung von Informationen und für das Interaktionsdesign.
WissenarbeiterInnen können Suchbegriffe eingeben, zu denen über Suchmaschinen oder ausgewählte Wissensquellen (z.B. Wikipedia, Gutenberg.org, Archive.org) passende Inhalte gefunden und ausgewertet werden. Ebenso können einzelne Dokumente oder Verzeichnisse mehrerer Dokumente in das Interface importiert/eingespeist werden.
Aus den in den Textquellen gefundenen zentralen Begriffen und Kategorien werden die wichtigsten semantischen Informationen extrahiert und visualisiert, etwa durch  Zeitstrahlen, geografische Karten oder grafische Netze, die semantische Beziehungen veranschaulichen. Detailinformationen können direkt durch Interaktion mit visualisierten Verlinkungen und Knotenpunkten oder indirekt durch die Auswahl von Parametern abgerufen werden.

160907_AC_SEQUENZ from Xinnovations e. V. on Vimeo.

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Ausstellungskuratierung am Beispiel des Wikinger-Museums in Jelling, Dänemark

Vortrag zur Fachtagung vom 6. Oktober 2015

Im Sommer 2015 wurde das Experience Centre Royal Jelling in Dänemark nach Umbau wieder eröffnet. Das Ausstellungszentrum widmet sich der dänischen Geschichte, Mythologie und nicht zuletzt den Mysterien um die Wikingerkönigsfamilie rund um Gorm den Alten und Harald Blauzahn. ART+COM Studios entwickelte sowohl die Gesamtinszenierung für die 11 Räume (ca. 1.000 Quadratmeter) als auch knapp 40 mediale Exponate. Der Vortrag diskutiert die Kuratierungsprozesse im Projekt, die dabei eingesetzten Technologien und die Chancen, die Digitale Kuratierungstechnologien in Zukunft für solche Ausstellungsprojekte bieten können.

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Vom Pitch bis zur Ausstellungseröffnung - digitale Inhaltskuratierung

Vortrag zum Statusmeeting vom 6. Oktober 2014

Die Kuratierung von Inhalten für (interaktive) Exponate und Ausstellungen ist häufig ein wissensintensiver und hochgradig interdisziplinärer Prozess, der sich über einen langen Zeitraum erstreckt. Im Vortrag werden die wichtigsten Herausforderungen präsentiert und mit praxisnahen Projektbeispielen anschaulich illustriert. Abschließend werden technologische Lösungsansätzen zur Unterstützung des gesamten Life Cycle vom Pitch bis zur Ausstellungseröffnung skizziert und diskutiert.

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Studie Semantic Media Web - erste Ergebnisse

Vortrag zum Statusmeeting vom 4. Dezember 2012

In der Auftaktveranstaltung am 22./23. Oktober wurden Vision und Potenzial eines Semantic Media Web für sechs Branchen bzw. Anwendungsbereiche diskutiert: Bibliotheken, Kulturgüter digital, Verlage, Bewegtbild, Open Data/Government und Corporate Communication. Diese Struktur bildet auch die Grundlage für eine Studie zum Semantic Media Web, die aktuell im Rahmen des Innovationsforums erstellt wird.

Dabei zeigt sich, dass es zwar einerseits zwischen den Anwendungsfeldern zum Teil signifikante Unterschiede gibt, andererseits aber auch ein hohes Maß an Gemeinsamkeiten vorhanden ist. Grundsätzlich befinden sich alle betrachteten Branchen in erheblichem Umbruch, sowohl im Hinblick auf die Arbeitsprozesse von Wissensarbeitern als auch in Bezug auf Geschäftsmodelle. In diesem Kontext ist auch ein erhöhter Bedarf festzustellen an "intelligenten Lösungen" im Allgemeinen und semantischen Technologien im Besonderen.

Zwei Trends sind besonders auffällig: zum einen verschieben sich Geschäftsmodelle mehr und mehr zu umfassenden Dienstleistungsangeboten, zum anderen brechen klassische Wertschöpfungsketten auf - Daten und Inhalte werden zunehmend angereichert, veredelt und miteinander verknüpft. Das führt in allen Branchen zu grundsätzlichen Fragen in Bezug auf die Offenheit von Daten, mögliche Lizensierungs- bzw. Erlösmodelle, die Abwägung zwischen manuellen oder (semi-)automatischen Verfahren, das Thema Qualitätssicherung sowie den jeweiligen Aufwand und Nutzen von technologiebasierten Lösungen. Hierbei gibt es zwischen den einzelnen Branchen insbesondere auch erhebliche Unterschiede im Hinblick auf die jeweilige Technologieaffinität und Investitionsmöglichkeiten.

In vielen Diskussionen wird in diesem Zusammenhang aber auch eine Art Kulturschock deutlich: während Vertreter klassischer Branchen gerne die angebliche Kostenloskultur im Internet beklagen, verweisen Technologiedienstleister häufig auf Ansätze wie Open Source oder Crowd Sourcing als vermeintliches Allheilmittel. Vor diesem Hintergrund scheinen verstärkte Networking-Aktivitäten, die alle involvierten Player zusammenbringen und miteinander vernetzen, hochgradig sinnvoll und notwendig.

Darüber hinaus bietet die aktuelle Entwicklung ein hohes Potenzial für den Einsatz semantischer Technologien und die nachhaltige Etablierung eines Semantic Media Web. Dienstleister in den unterschiedlichen Medienbranchen werden verstärkt integrierte Plattformen und Datenmarktplätze realisieren - analog zu B2B- und B2C-Plattformen. Dies wird insbesondere auch Aspekte wie Datenaufbereitung und Qualitätssicherung umfassen. Zum einen werden dabei klassische Arbeitsprozesse und Produkte im Hinblick auf digitale Anforderungen und Möglichkeiten angepasst und erweitert. Zum anderen werden aber auch völlig neue Angebote möglich und realisierbar, etwa im Kontext eines Datenjournalismus, der Aspekte wie Open Data, Datenvisualisierung und Big Data umfasst.

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Wissensmanagement, Social Media und IT

Impulsvortrag zur Auftaktveranstaltung vom 23. Oktober 2012

Wissensmanagement wird in Zukunft für Unternehmen weiter an Bedeutung gewinnen, insbesondere im Hinblick auf interne und externe Kommunikation sowie im Kontext sozialer Medien. Semantische Technologien werden hierbei aber zumeist nur in Pilotprojekten eingesetzt, ein überzeugender Nachweis ihrer Praxistauglichkeit und eines positiven Aufwand-Nutzen-Verhältnis steht nach wie vor aus. Kurzfristig erfolgversprechender sind dagegen IT-Tools, die große Datenmengen in Echtzeit auswerten – eine Aufgabe, in denen Computer menschlichen Wissensarbeitern eindeutig überlegen sind. Beispiele hierfür sind Lösungen, die z. B. die Nennung eines Unternehmens in Tweets oder Facebook-Postings extrahieren, auswerten und clustern. Durch die Integration von semantischen Technologien in diese zumeist statistischen Verfahren können die Ergebnisse weiter veredelt werden (Stichwort: Hybride Ansätze).

Kurzbiografie

Dr. Joachim Quantz (Jahrgang 1962) hat an der TU Berlin Informatik (Diplom 1988, Promotion 1995) und Lingustik/Philosophie (Magister 1992) studiert. Von 1988 bis 1998 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter an der TU Berlin in mehreren nationalen und internationalen Forschungsprojekten in den Bereichen Informationssysteme, Sprachverarbeitung und Internet tätig. Von 1998 bis 2000 war er Leiter der Abteilung für Content Management und mobiles Internet bei der IKV++ GmbH, von 2000 bis 2002 Professional Services Manager bei der Shinka Technologies AG, von 2002 bis 2006 Associated Senior Analyst bei Berlecon Research und von 2006 bis 2008 Head of Medical Services bei der inubit AG. Seit 2008 ist er Head of Research bei der ART+COM AG.

Darüber hinaus ist Dr. Quantz seit 2003 auch Geschäftsführer des Vereins Xinnovations. Inhaltlich liegen seine Schwerpunkte in den Bereichen Semantic Web, Mobile Apps, Augmented Reality, 3D-Echtzeitinteraktion, Smart Home, Business Process Management (BPM) und serviceorientierte Architekturen (SOA).