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Impulse

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Rolf Fricke

Kuratierung von User Generated Content in TV / Medien Redaktionen

Vortrag zur Fachtagung vom 6. Oktober 2015

Immer häufiger stammen die ersten Bilder von Katastrophen oder Unfällen von privaten Augenzeugen, die mit ihren Smartphones gerade am Ort des Geschehens sind. Dieser Trend ist weiter zunehmend, da die mobilen Geräte immer leistungsfähiger werden und durch wachsende Bandbreite selbst längere Videos hochladbar sind. Wenn Medien Redaktionen solche Bilder nutzen wollen, stehen sie vor der Herausforderung, in kurzer Zeit geeignetes Material zu finden und sorfältig zu kuratieren, da bewusst oder unabsichtlich auch viele falsche oder veränderte Bilder und Videos in Umlauf geraten und millionenfach weitergereicht werden. Deshalb spielt die Kuratierung, von der Verifikation, über die Klassifikation und Visualisierung bis hin zur Klärung von Rechten/Kosten eine zentrale Rolle. Dabei wird insbesondere analysiert, ob das Material aus einer verläßlichen Quelle stammt, die angegebenen Zeiten, Orte und Personen korrekt sind und plausibel in den Gesamtzusammenhang passen. Diese Prüfungen erfolgen derzeit manuell von Journalisten z.B. mit  Tools zur Recherche nach Geo-Informationen oder in Sozialen Netzwerken. Auch wenn die Kuratierung immer semi-automatisch bleiben wird, kann sie durch innovative Tools erleichtert werden: z.B. ist zur Validierung des Autors automatisch ermittelbar, ob von ihm/ihr weitere Aktiviten in sozialen Netzwerken vorliegen. Oder zum Thema, Ort oder Zeitpunkt des Ereignisses lassen sich Tweets oder Bilder aus verschiedenen Quellen extrahieren und aufbereiten, um die Hintergründe des Vorgangs zu ermitteln.

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Kuratierung von AV-Produktionen im Medienbereich

Vortrag zum Statusmeeting vom 6. Oktober 2014

Im Medienbereich finden wir häufig einen ereignisgesteuerten Workflow, in dem multi-mediale Produktionen mit dem Näherkommen des Publikationstermins sukzessive detailliert und verbessert werden. Durch die kurzfristigere Planung wird es immer schwieriger, hochqualitatives Material, Hintergrundinformation und Planungsdaten zu erstellen. Deshalb entwickelt Condat innovative Kuratierungsfunktionen zur Pflege und Aufbereitung von AV-Materialien wie z. B:

  • semi-automatische Recherche, Verknüpfung, und Distribution von Materialien und Medien-Fragmenten,
  • Einbeziehung von Daten aus der LoD Cloud und sozialen Netzwerken zur Bewertung der Relevanz von Quellen,
  • Nutzung von Internationalisierungsfunktionen zur Integration verschiedensprachiger Materialien,
  • Visualisierung und Ordnen verschiedener Materialarten auf Basis einer Timeline mit Generierung von Aufbereitungsvorschlägen unter Verwendung von Semantic Story Telling Methoden.


Condat entwickelt diese Funktionen auf Basis semantischer Technologien und validiert sie in realitätsnahen Anwendungsfällen, um sie nachfolgend in ihre Produktlinien zu integrieren und im produktivem Betrieb einzusetzen.

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Wiederverwendung von Medien Fragmenten für den Newsroom im EU-FP7 Projekt MediaMixer

Vortrag zur Fachtagung vom 26. September 2013

Im Newsroom von TV-Sendern sind mehrmals am Tag in kürzester Zeit aktuelle Nachrichtenbeiträge zu erstellen. Eine besondere Herausforderung ergibt sich dabei durch die Erwartung der heutigen Fernsehzuschauer, dass zu allen aktuellen Nachrichten aus dem Internet, Twitter oder von Agenturen auch umgehend die zugehörigen TV-Bilder gesendet werden. Mit der Spezifikation Media Fragments URI 1.0 durch die W3C wird nun eine semi-automatische Annotation von Medien Fragmenten und damit eine Suche nach Objekten in Szenen und Shots innerhalb von Videos möglich. Das EU-FP7 Projekt MediaMixer zeigt anhand des Anwendungsfalls Newsroom, wie sich durch die Nutzung von Medien Fragmenten die Arbeitsabläufe verändern, so dass eine effizientere und höher qualitative Produktion und Komposition von Nachrichten-Beiträgen möglich wird.

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Kurzbiographie

Rolf Fricke is responsible for R&D at Condat AG covering the domains Media/TV, Mobility, Portals and Content Management with the research topics Semantic Web, Web-TV, Hybrid TV, Web Mining, Recommender Systems and Adaptive Systems. He participated in several R&D projects for the EU (MediaMixer, Linked TV, MUSIC, MADAM, TECAR, ACT, MTS), BMBF (DigiPolis, PinK), BMWI (SMA, iTV Studio, SABA), IBB (iTV Guide) and DTAG (Comenius, BRAIN) as software architect, developer and researcher. In addition, he has longterm experience from various industry projects for TV-Broadcasters, Content Providers,Telcos and car industry.

Rolf Fricke received a M.Sc. degree in Computer Science from the TU-Berlin and studied Philosophy / Psychology at the FU-Berlin.